Fassadenarbeiten: Was dazugehört, wie sie ablaufen und worauf es im Kanton Zürich ankommt
Fassadenarbeiten umfassen alles von der Reinigung und Risssanierung über Verputz und Dämmung bis zum fertigen Anstrich. Was die einzelnen Schritte leisten, wann saniert werden muss und wie ein Projekt im Kanton Zürich abläuft.

Fassadenarbeiten – kurz erklärt
Fassadenarbeiten umfassen sämtliche Arbeiten an der Gebäudehülle: Reinigung, Risssanierung, Verputz, Aussenwärmedämmung, Grundierung und Deckbeschichtung – inklusive Gerüst, Abdeckungen und Anschlüssen an Fenster, Sockel und Dachrand. Ziel ist nicht nur die Optik, sondern der Schutz der Bausubstanz vor Schlagregen, Frost und UV-Strahlung. Im Kanton Zürich mit seinem wechselhaften Klima und den Frost-Tau-Zyklen entscheidet die Qualität dieser Schicht darüber, ob eine Fassade 10 oder 25 Jahre hält.
Woran man erkennt, dass die Fassade Arbeit braucht
Eine Fassade meldet sich an, bevor sie wirklich Schaden nimmt. Wer die Anzeichen früh erkennt, kommt mit einer Instandsetzung durch statt mit einer Komplettsanierung. Typische Signale:
- Kreidender Anstrich: Beim Wischen mit der Hand bleibt Pigment zurück – die Bindemittel sind abgebaut.
- Haarrisse und Netzrisse im Putz: meist noch oberflächlich, aber Eintrittspforte für Wasser.
- Breite oder diagonale Risse über Ecken und Fensterstürze: Hinweis auf Bewegungen im Untergrund, muss vor jedem Anstrich abgeklärt werden.
- Algen- und Moosbewuchs auf Nord- und Wetterseiten: Zeichen für dauerhafte Durchfeuchtung oder fehlende Abtrocknung.
- Abplatzungen und Hohlstellen: Durch Abklopfen gut hörbar, der Putz hat die Haftung zum Untergrund verloren.
- Feuchte Flecken oder Schimmel innen an Aussenwänden: oft das Resultat einer undichten Fassade oder fehlender Dämmung.
Der Fassadenaufbau: Schicht für Schicht
Eine Fassade ist ein System, keine Farbe. Jede Schicht hat eine Aufgabe, und Fehler in einer Schicht lassen sich mit der nächsten nicht korrigieren. Von innen nach aussen: Untergrund (Mauerwerk, Beton oder bestehender Putz), gegebenenfalls Dämmung mit Verdübelung, Armierungsschicht mit eingebettetem Glasfasergewebe, Grundputz, Deckputz und schliesslich die Beschichtung. Entscheidend ist die Verträglichkeit: Ein diffusionsdichter Kunstharzanstrich auf einem mineralischen Altputz sperrt Feuchtigkeit ein und führt in wenigen Jahren zu Abplatzungen. Darum wird der Bestand zuerst bestimmt – Putzart, Saugverhalten, Tragfähigkeit – und das neue System darauf abgestimmt.
Welches Beschichtungssystem passt wozu
Die Wahl des Materials folgt dem Untergrund und der Exposition, nicht dem Katalog. Diese Systeme kommen bei uns am häufigsten zum Einsatz:
- Mineralische Silikatfarbe: verkieselt mit dem Untergrund, sehr diffusionsoffen, ideal auf Kalk- und Zementputzen sowie im Altbau.
- Siliconharzfarbe: wasserabweisend und gleichzeitig dampfdurchlässig – der Allrounder für bewitterte Fassaden und Wetterseiten.
- Dispersionsfarbe: robust und farbstabil, sinnvoll auf bestehenden Kunstharzbeschichtungen und Betonflächen.
- Edelputz mineralisch oder organisch: gibt Struktur und Tiefe, in Kratz-, Rill- oder Reibeputz-Körnung je nach Architektur.
- Aussenwärmedämmung (WDVS) mit EPS oder Mineralwolle: wenn neben der Optik auch Energiekosten und Behaglichkeit ein Thema sind.
So läuft ein Fassadenprojekt bei M&R Tuzzi ab
Wir arbeiten in klar getrennten Etappen, damit jede Schicht die nötige Standzeit bekommt. Zuerst die kostenlose Besichtigung vor Ort: Zustandsaufnahme, Abklopfen von Hohlstellen, Prüfung von Sockel, Fensteranschlüssen und Spenglerarbeiten. Daraus entsteht eine verbindliche Festpreis-Offerte mit definiertem Leistungsumfang. Dann Gerüststellung und Schutzmassnahmen – Fenster, Türen, Terrassen und Pflanzen werden sauber abgedeckt. Es folgen Reinigung (Hochdruck oder chemisch bei Algenbefall), Ausbesserung von Rissen und Fehlstellen, Grundierung, Zwischenschicht und Deckbeschichtung. Zum Schluss Anschlussarbeiten, Abnahme gemeinsam mit der Bauherrschaft, Gerüstabbau und Endreinigung. Auf jede Ausführung geben wir eine schriftliche Garantie.
Kostenlose Besichtigung vereinbarenAltbau, Stuck und Gliederungen
In Zürcher Altbauten ist die Fassade selten eine glatte Fläche. Gesimse, Fensterfaschen, Lisenen und Stuckelemente prägen das Bild – und sind die empfindlichsten Stellen. Sie werden stärker bewittert, haben mehr Kanten und sind oft bereits mehrfach überarbeitet. Hier arbeiten wir mit mineralischen Reparaturmörteln, ziehen Profile nach und stellen fehlende Teile mit Schablone oder Abformung wieder her. Weil wir Gipser- und Malerarbeiten im gleichen Haus haben, braucht es dafür keine zweite Firma: Stuckaturen, Verputz und Anstrich kommen aus einer Hand – so wie bei unseren Objekten in Uetikon am See und Weiach, wo Fassadenarbeiten aussen und Gipserarbeiten innen parallel koordiniert liefen.
Typische Fehler, die Jahre kosten
Die meisten vorzeitigen Fassadenschäden entstehen nicht durch schlechtes Material, sondern durch übersprungene Schritte. Diese Punkte sehen wir am häufigsten:
- Anstrich auf nicht tragfähigem Untergrund – die neue Schicht reisst die alte mit.
- Risse nur überstrichen statt kraftschlüssig verfüllt oder armiert.
- Falsches System: diffusionsdicht auf diffusionsoffen, besonders bei Altbauten fatal.
- Vernachlässigter Sockelbereich: Spritzwasser und aufsteigende Feuchte greifen hier zuerst an.
- Fensteranschlüsse und Fugen ohne Nachbearbeitung – die klassische Leckstelle.
- Arbeiten bei zu tiefen Temperaturen oder in praller Sonne: Die Beschichtung trocknet ungleichmässig und bildet Flecken.
Dämmen oder nur streichen?
Steht ohnehin ein Gerüst, lohnt sich die Frage nach der Aussenwärmedämmung. Der Grossteil der Nebenkosten einer Fassadensanierung – Gerüst, Einrichtung, Schutzmassnahmen – fällt bei beiden Varianten an. Wer bei einem Haus aus den Sechziger- oder Siebzigerjahren nur neu streicht, zahlt diese Positionen in zehn Jahren ein zweites Mat. Für eine Dämmung sprechen tiefere Heizkosten, warme Innenoberflächen und weniger Kondensatrisiko; dagegen sprechen können Denkmalschutz, Grenzabstände oder eine gegliederte Fassade mit viel Stuck. Wir rechnen beide Varianten in der Offerte sauber auf und sagen offen, was in Ihrem Fall sinnvoll ist.
Fassadenarbeiten im Kanton Zürich
Von unseren Standorten in Glattfelden und Schlieren betreuen wir Fassadenprojekte in der Stadt Zürich, in Winterthur, Uster, Dübendorf, Bülach, Kloten, Regensdorf, Dietikon, Wetzikon sowie am linken und rechten Seeufer von Thalwil über Horgen und Wädenswil bis Küsnacht und Meilen. Seit über 20 Jahren arbeiten wir für private Bauherrschaften, Liegenschaftsverwaltungen und Immobilien-Gesamtdienstleister – mit verbindlichem Festpreis, fixen Terminen und einer Ansprechperson, die das Projekt von der Besichtigung bis zur Abnahme begleitet.
Festpreis-Offerte anfordernHäufige Fragen
Wann ist eine Fassadensanierung fällig?
Wenn Risse, Abplatzungen, Algenbewuchs, kreidender Anstrich oder feuchte Stellen im Innenraum auftreten. Als Faustregel hält ein mineralischer Fassadenanstrich rund 15 bis 20 Jahre, ein Verputz deutlich länger. Entscheidend ist der Zustand, nicht das Alter – darum beginnt jedes Projekt bei uns mit einer kostenlosen Besichtigung.
In welcher Jahreszeit können Fassadenarbeiten ausgeführt werden?
Üblich ist die Saison von Frühling bis Spätherbst. Die meisten Putze und Beschichtungen brauchen Temperaturen über rund 5 Grad und trockene Witterung während der Abbindezeit. Im Kanton Zürich lassen sich Arbeiten in der Regel von März bis November planen – Vorbereitung, Gerüstplanung und Offerte macht man am besten im Winter.
Braucht es für Fassadenarbeiten eine Baubewilligung?
Ein reiner Neuanstrich in gleicher Farbe ist meist bewilligungsfrei. Eine Aussenwärmedämmung verändert die Gebäudekubatur und ist in den Zürcher Gemeinden in der Regel bewilligungspflichtig, ebenso ein Farbwechsel in Kernzonen oder bei geschützten Bauten. Wir klären das vor Projektstart mit der zuständigen Gemeinde ab.
Wie lange dauert eine Fassadensanierung?
Ein Einfamilienhaus mit Neuanstrich und punktuellen Reparaturen dauert meist ein bis zwei Wochen inklusive Gerüst. Mit neuem Verputz oder einer Aussenwärmedämmung sind es je nach Gebäudegrösse vier bis acht Wochen, da Trocknungs- und Standzeiten zwischen den Schichten eingehalten werden müssen.



